Du hast mir seit Wochen nicht so sehr gefehlt wie heute.
Habe seit Wochen nicht mehr so an Dich gedacht, warst seit Wochen nicht mehr so präsent. Und auf einmal, mitten im Gespräch, tauchst Du auf.
In meinen Gedanken. Meinem Herzen. Meinem Kopf.
So tief, dass es weh tut.
Ich dachte es würde besser werden. Wurde es auch. Bis jetzt.
In diesem Moment kann ich den Schmerz wieder spüren. Die Tränen schmecken. Spüre wie sich meine Kehle zusammen schnürt, nur bei dem Gedanken.
Wie konntest Du nur diesen großen Platz in meinem Herzen einnehmen?
Wer hat Dich hereingelassen?
All die zarten Knospen niedergetrampelt. Nicht böswillig. Aber Du hast Dich eingerichtet. Deinen Platz eingenommen. Viel Platz.
Ich räume noch immer auf. Sortiere aus. Versuche wieder Freiraum zu schaffen.
Und jetzt, hier, heute... ist es, als hätte ich eine Tür geöffnet.
Eine Tür, von der ich nicht wusste das sie nur zu einem weiteren Zimmer führt. Ein Zimmer, in dem noch mehr Sachen von Dir stehen. Es scheint endlos.
Und ich dachte, ich wäre den Großteil los.
Doch es scheint noch eine Weile zu dauern, bis auch das letzte Gefühl weg ist.
Bis ich meine Gefühle für Dich second hand anbieten kann. Mit dem Titel, wie es schon einmal besungen wurde.
Herz aus zweiter Hand.
